FEU 2 Y – Alarmübung in Krüzen
Bereits bis Anfang Mai mussten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Schnakenbek in diesem Jahr zu 20 Einsätzen ausrücken – das entspricht durchschnittlich etwa einem Einsatz pro Woche. Eine Zahl, die deutlich macht, wie hoch die Belastung für die Einsatzkräfte in diesem Jahr ist. Hinter jedem Alarm stehen nicht nur ehrenamtliche Feuerwehrleute, die jederzeit ihre Freizeit, ihre Arbeit oder ihren Schlaf unterbrechen, sondern auch Familien, Partnerinnen, Partner und Kinder, die diese Belastung mittragen. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden insgesamt 33 Einsätze verzeichnet. Die Entwicklung im laufenden Jahr lässt bereits jetzt erkennen, dass dieser bisherige Höchstwert überschritten werden könnte.
So wurde die Feuerwehr Schnakenbek am 08.05.2026 um 18:43 Uhr gemeinsam mit den Feuerwehren aus Krüzen, Juliusburg, Lütau und Buchhorst mit dem Einsatzstichwort „FEU 2 Y“ in den Tierpark Krüzen alarmiert. Kurz nach der Alarmierung rückte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) in Richtung Einsatzstelle aus. Bereits beim Eintreffen bestätigte sich die Vermutung der eingesetzten Kräfte: Es handelte sich um eine groß angelegte Alarmübung. Die Übung dauerte bis etwa 20:30 Uhr an.
Die Feuerwehr Schnakenbek stellte dabei einen Atemschutztrupp, der über einen längeren Zeitraum in Bereitstellung blieb und letztlich nicht eingesetzt worden ist. Zudem sorgte das HLF im Pendelverkehr für die Sicherstellung der Wasserversorgung an der abgelegenen Einsatzstelle im Tierpark.
Im Mittelpunkt der Alarmübung standen insbesondere zwei anspruchsvolle Einsatzschwerpunkte: die Menschenrettung sowie der Aufbau einer zuverlässigen Wasserversorgung in einem schwer zugänglichen Gebiet. Beide Szenarien stellen Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen und erfordern ein hohes Maß an Koordination, Ausdauer und Ausbildung.
Auch wenn Übungen unverzichtbar sind, um im Ernstfall vorbereitet zu sein, zeigen sie zugleich, wie viel Zeit und Engagement die ehrenamtlichen Kräfte investieren müssen. Angesichts der steigenden Einsatzzahlen wird deutlich, dass die Anforderungen an die Feuerwehrangehörigen und deren Familien weiter zunehmen.
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