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Amtswehrfest 2025 in Wangelau

01.07.2025
Amtswehrfest 2025 in Wangelau
Lupe

Am Samstag, dem 14.06.2025, war es wieder so weit. Das diesjährige Amtswehrfest fand in Wangelau statt. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 25 °C hätten die Bedingungen nicht besser sein können. Insgesamt 25 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Schnakenbek machten sich auf den Weg nach Wangelau.

 

Nach langer Vorbereitungs- und Planungszeit hat die Feuerwehr Wangelau ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Anders als bei vielen Amtswehrfesten üblich gab es in diesem Jahr verschiedene Vorführungen, bei denen sich die Feuerwehren des Amtes Lütau präsentieren konnten. Zu sehen gab es eine Vorführung zum Thema Gefahrgut, einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und einen Zimmerbrand.

 

Neben den Vorführungen gab es für die kleinen Besucher einen Bereich der Brandschutzerzieher des Amtes, eine Tombola und eine Fahrzeugausstellung mit nicht alltäglichen Fahrzeugen. Die Feuerwehr Büchen-Dorf stelle ihr neues MLF (Fuso Canter mit Lentneraufbau) aus. Der neue Rüstwagen der Feuerwehr Schwarzenbek war ein echter Hingucker. Groß und vollgepackt bis unter das Dach, mit allem was an Material für die erweiterte technische Hilfe zu erwarten ist, kann man auf dem RW finden.

 

Ein großes Kuchenbuffet, ein Schankwagen und eine Grillbude sorgten für die kulinarischen Höhepunkte des Tages.

 

Nach dem Antreten der Wehren mit 140 Kameradinnen und Kameraden ordnete der Amtswehrführer Thomas Netz als erstes Marscherleichterung an. Für die musikalische Begleitung des Nachmittags und des späteren Umzugs sorgte die Marschband Müssen.

 

Die Vorführungen begannen mit einer kleinen Gefahrgutlage, wie sie tatsächlich mehrfach im Jahr vorkommt. Es wurde davon ausgegangen, dass mehrere Behältnisse mit unbekanntem Inhalt illegal entsorgt wurden. Die Behälter waren undicht und liefen aus. Der Löschzug Gefahrgut des Kreises Herzogtum Lauenburg ging unter CSA (Chemikalienschutzanzug) vor. Dieser bietet kompletten Schutz vor Gasen, Dämpfen und Flüssigkeiten. Parallel zur Erkundung und Sicherung wurden Messungen der näheren Umgebung vorgenommen, um eine erste Einschätzung darüber vorzunehmen, um welche Stoffe es sich handeln könnte. Die Behälter wurden aufgerichtet und in eine Überlaufwanne gestellt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. In der Zwischenzeit übernahm die Feuerwehr Juliusburg den Aufbau eines dreiteiligen Löschangriffs (Wasser, Pulver und Schaum), die Absperrungsmaßnahmen sowie den Aufbau einer Not-Dekontamination. Die Not-Dekontamination dient dazu, die eingesetzten Kräfte unter CSA und in normaler Schutzkleidung grob zu reinigen, bevor die Kleidung von weiteren Kameraden ausgezogen wird. So soll eine Ausbreitung bzw. Kontaminationsverschleppung verhindert werden. Für die Feuerwehren ist bei Gefahrguteinsätzen eine Regel von besonderer Bedeutung: die GAMS-Regel.

 

G-Gefahr erkennen (auf Kennzeichnung, Beschriftung etc. achten, nach Hinweisen suchen)

 

A-Absperrmaßnahmen treffen (mind. 50m um den Einsatzort herum)

 

M-Menschenrettung durchführen (unter Atemschutz, sofern die Lage es zulässt. Eigenschutz beachten)

 

S-Spezialkräfte nachfordern (Löschzug-Gefahrgut)

 

Bei der Vorführung von Gefahrgut-Einsätzen wurde auf den normalen Kräfteansatz verzichtet. Bei Gefahrgutlagen können bis zu 20 Fahrzeuge des Löschzugs Gefahrgut an die Einsatzstelle kommen. Parallel dazu wird ein entsprechendes Kräfteaufgebot der Feuerwehren bereitgestellt, das mindestens einen kompletten Löschzug und 3.000 l Löschwasser umfasst. Zur Eigensicherung des Feuerwehrkräfte rückt in der Regel 1x RTW an.

 

In der zweiten Vorführung gab es einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nach einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Lkw zu sehen. Hierbei stellten die Feuerwehren aus Dalldorf, Basedow und Lütau ihr Können unter Beweis. Das Kräfteaufgebot der Feuerwehr war in diesem Fall realistisch. Zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person fahren mindestens ein Löschzug und zwei Sätze hydraulisches Rettungsgerät (Schere, Spreizer und Stempel) zum Einsatzort. Auf Seiten des Rettungsdienstes wären in dieser Lage drei RTW und zwei NEF zum Einsatz gekommen. In dieser Lage waren zwei verletzte Personen gemeldet, die initial nicht ansprechbar waren. In einem solchen Fall sind jeweils ein RTW und ein NEF für jeden Patienten sowie ein RTW zur Eigensicherung der Feuerwehrkräfte vor Ort. Das LF 10 der FF Lütau traf als Erstes am Einsatzort ein, erkundete die Lage und übernahm die Rettung des eingeklemmten Pkw-Fahrers. Die FF Basedow übernahm mit ihrem LF10 die Rettung des LKW-Fahrers mittels Rettungsplattform. Die FF Dalldorf übernahm mit ihrem Unimog LF8/6 die Sicherstellung des zweifachen Brandschutzes (Löschwasser und Pulver). Nach der Sicherung des PKWs und der Herstellung eines Erstzugangs setzte die FF Lütau das hydraulische Rettungsgerät Schere und Spreizer zur Befreiung des eingeklemmten PKW-Fahrers ein.

 

Bei der letzten Vorführung ging es heiß her. In einem Zimmer war ein Sofa in Brand geraten. So lautete der Einsatzbefehl für die Feuerwehren aus Buchhorst, Krukow und Schnakenbek.

 

Dabei konnte eindrucksvoll gezeigt werden, wie rasch sich ein Zimmerbrand entwickeln kann. Innerhalb weniger Minuten stand das gesamte Zimmer in Flammen.

 

Als die drei Feuerwehren eintrafen, stand das Zimmer bereits in Vollbrand und die Hitze war selbst in 30 Metern Entfernung noch zu spüren. Die Feuerwehr Buchhorst übernahm mit ihrem LF 16/12 den Innenangriff mit einem Trupp unter Atemschutz und einem C-Hohlstrahrohr. Die FF Krukow übernahm mit ihrem TSF-W die Stellung eines Sicherungstrupps unter Atemschutz, der später als weiterer Angriffstrupp zum Einsatz kam.

 

Die Feuerwehr Schnakenbek wurde zur Außenbrandbekämpfung eingeteilt. Sie ging mit dem HLF 20 und einem Trupp unter Atemschutz sowie einem weiteren Trupp in Bereitstellung vor.

 

Den Besuchern des Amtswehrfestes bot sich ein eindrucksvolles Szenario, als sie sahen, wie sich das Feuer vom Sofa auf das gesamte Zimmer ausbreitete und welche Gewalt das Feuer dabei entwickelte. Aufsteigende Rauchgase, die sich entzündeten, bildeten den Moment eines Flashovers. Hierbei zeigte der Atemschutztrupp der Feuerwehr Buchhorst, wie im Innenangriff vorgegangen wird.

 

Das vermeintliche Zimmer war eine Holzkonstruktion in Form eines nach vorne offenen 20-Fuß-Containers. So hatten die Besucher die beste Sicht auf das Geschehen.

 

Unser stellvertretender Gemeindewehrführer Oliver Lange führte während der Vorführungen durch das Programm und gab dabei viele interessante Einblicke in die Arbeit der Feuerwehren des Amtes Lütau und der Stadt Lauenburg/Elbe.

 

Im Anschluss an die Vorführungen fand der Ummarsch durch Wangelau statt. Die 140 anwesenden Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden marschierten an den Ehrengästen vorbei durch den Ort, ehe der Nachmittag in der Scheune des Hofs Posewang weiterging.

 

Neben den Reden des Amtswehrführers Thomas Netz und des Amtsvorstehers Gerd Lüttge wurden einige Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden durch den stellvertretenden Kreisbrandmeister geehrt. Unser ehemaliger Gemeindewehrführer Gerhard Bielenberg, jetzt stellvertretender Amtswehrführer, wurde für seine langjährige Tätigkeit in der Feuerwehr und für das Gemeinwohl mit dem Ehrenkreuz der Schleswig-Holsteinischen Feuerwehren in Bronze ausgezeichnet. Die gleiche Auszeichnung erhielt der scheidende Amtswehrführer Thomas Netz aus Krüzen.

 

Im nächsten Jahr richtet die FF Basedow das Amtswehrfest aus.

 

Bild zur Meldung: Amtswehrfest 2025 in Wangelau

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Amtswehrfest 2025 in Wangelau (14.06.2025)

Am Samstag, dem 14.06.2025, war es wieder so weit. Das diesjährige Amtswehrfest fand in Wangelau statt. Anders als bei vielen Amtswehrfesten üblich gab es in diesem Jahr verschiedene Vorführungen, bei denen sich die Feuerwehren des Amtes Lütau präsentieren konnten. Zu sehen gab es eine Vorführung zum Thema Gefahrgut, einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und einen Zimmerbrand.

 

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Schnakenbek

 
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