Ausbildungs- und Übungsfahrt der FF Juliusburg
Die Feuerwehr Juliusburg richtete in diesem Jahr die Ausbildungs- und Übungsfahrt des Amtes Lütau aus. Am Samstagmorgen startete unsere Staffel mit dem HLF gegen 08:00 Uhr nach Juliusburg, um mit allen Teilnehmern und Stationsbetreuern gemeinsam zu frühstücken. Insgesamt nahmen zehn Feuerwehren teil, darunter auch die Feuerwehr Lauenburg und die Jugendfeuerwehr Lauenburg.
Nach dem Frühstück gab es eine kurze Einweisung in den Tagesablauf. Anschließend konnte sich jedes teilnehmende Fahrzeug Verpflegung für unterwegs mitnehmen, ehe es zu den insgesamt zehn Stationen ging.
Bei der Ausbildungs- und Übungsfahrt wurden an verschiedenen Stationen verschiedene Themen aus dem Bereich Feuerwehr behandelt. An der einen oder anderen Station kam auch der Spaß nicht zu kurz.
Wir starteten in Schnakenbek. Hier wartete ein uns vertrautes Gerät mit einer besonderen Aufgabe auf uns. Wir sollten ein Stück Heizungsrohr mit der Rettungsschere abschneiden. Die Vorgabe betrug 12 cm. Wir haben jedoch nur 9 cm abgeschnitten. Im zweiten Versuch sollten 120 g abgeschnitten werden. Auch hier lagen wir darüber. Nebenbei wurde auf die persönliche Schutzausrüstung, die Unfallverhütungsvorschriften und die Befehlsgebung des Gruppenführers geachtet.
In Krukow steuerten wir Station 2 an. Hier fand ein theoretischer und praktischer Unterricht des Rettungsdienstes (HLR) zu den Themen Schlaganfall, Druckverband und Abbinden von Extremitäten statt.
In Juliusburg warteten drei Stationen auf uns. Im Feuerwehrgerätehaus hatte die Firma „Feuerwehr-Türöffnung” ihre Türen und Fenster in der Fahrzeughalle aufgebaut. An mehreren kleinen Stationen wurden wir zum Thema Tür- und Fensteröffnung geschult. Hier kamen Materialien und Techniken zum Einsatz, die wir nicht auf dem HLF mitführen. Es war eine lehrreiche Station, um über den Tellerrand zu blicken.
Die erste Spaß-Station befand sich auf einem Bauernhof. Hier mussten kleine Wasserbälle mithilfe von Schwimmnudeln innerhalb einer vorgegebenen Zeit von vier Kameraden ins Ziel gebracht werden. Die Wasserbälle durften nur mit den Schwimmnudeln transportiert und übergeben werden. Jeder Kamerad hatte einen Kreis als Aufenthaltsfläche auf dem Hallenboden aufgemalt bekommen, den er nicht verlassen durfte.
Die dritte und letzte Station in Juliusburg war sehr anspruchsvoll. Hier musste ein Parcours mit der Schleifkorbtrage absolviert werden. Eine Kameradin unserer Staffel wurde als leichteste Person in der Schleifkorbtrage über, unter und durch ein Baugerüst sowie eine Slalomstrecke transportiert. Für die Berührung von Baugerüst, Boden oder Slalomstangen gab es Punktabzüge. Wir bekamen einen Punkt abgezogen, als wir das Baugerüst einmal berührten. Es war hier mit dem heißen Draht vergleichbar. Mit unserer Zeit markierten wir die Bestzeit an diesem Tag.
Gegen Mittag gab es Bratwurst im Brötchen. Dazu gab es einen gemischten Salat. Das war zur Stärkung. Denn danach kam der Nachmittagsblock.
Danach ging es nach Wangelau. Dort musste ein Löschangriff mit einer Staffel nach FWDV3 auf Eimer durchgeführt werden. Dabei wurde auf die Einteilung der Gruppe, die Befehlsgebung und die Ausführung der Tätigkeiten geachtet.
Nach einer längeren Überfahrt ans andere Ende des Amtes Lütau ging es in Dalldorf erneut um den Spaß. Hier musste ein Slalomparcours mit zwei A-Sauglängen absolviert werden. Die Schwierigkeit bestand darin, dass sich auf zwei Verkehrsleitkegeln Tennisbälle befanden. Wir kamen mit einem Absturz eines Tennisballs und einem Fehlerpunkt davon.
In Basedow standen für den Angriffs- und den Wassertrupp die Knoten auf dem Programm. Der Maschinist und der Gruppenführer mussten einen schriftlichen Test absolvieren.
Bei der Feuerwehr Buchhorst wurde es dann noch einmal spaßig. Ein 15 m langer C-Schlauch war als Schnecke geformt und mit Markierungen im Abstand von einem Meter versehen. Hier galt es, einen Tennisball mit zwei 0,3-l-Bechern und insgesamt 10 l Wasser so weit wie möglich in die Schnecke zu befördern. Wir haben das Ziel mit knapp 5 l Wasser erreicht. Auch hier wurde auf die Befehlsgebung, Einteilung und Ausführung geachtet.
Die letzte Station in Lanze hatte es erneut in sich. Die Aufgabe bestand darin, einen Bierzelttisch mithilfe von Hebekissen so weit wie möglich anzuheben. Beim Einsatz der beiden Hebekissen wurde ständig mit Palettenholz untergefüttert, damit der Tisch nicht umfallen oder herunterfallen konnte. Ebenso musste ein Unterbau für die Hebekissen gemacht werden, um in die Höhe zu kommen. Hierfür hatten wir 15 Minuten Zeit. Kurz vor Ablauf der Zeit schwankte der Tisch plötzlich stark nach links. Ein kurzer Schreckmoment für uns, aber die Höhe blieb erhalten und der Tisch ist nicht umgefallen. So erreichten wir eine Höhe von 68 cm, knapp unter der Tageshöchstmarke.
Nachdem alle teilnehmenden Feuerwehren wieder in Juliusburg eingetroffen waren, wurde es spannend. Wer belegte welchen Platz? Wer gewinnt dieses Jahr?
Die Feuerwehr Schnakenbek erreichte den zweiten Platz hinter der Feuerwehr Wangelau und vor der Feuerwehr Buchhorst.
Wir bedanken uns bei der Feuerwehr Juliusburg für die Ausrichtung und Ausarbeitung der diesjährigen Ausbildungs- und Übungsfahrt. Auch wenn es ein langer Tag war, hat es uns sehr viel Spaß gemacht. Besonders einfallsreich waren die Tischfahnen anstelle von Pokalen und Urkunden. Das kam sehr gut an.
Bild zur Meldung: Ausbildungs- und Übungsfahrt der FF Juliusburg






